Brief zum Jahreswechsel

Liebe Freunde*innen und Unterstützer*innen von TABULA,

dieses Jahr sollte im November einen glanzvollen TABULA-Höhepunkt haben: unseren  15. Geburtstag. Wir wollten gemeinsam feiern, was wir in dieser Zeit erreicht haben. Aus kleinen Anfängen ist ein Verein für Bildungsgerechtigkeit geworden, dessen Angebote jährlich ungefähr 400 Kindern und Jugendlichen zugutekommen, ein Verein, der hohes Ansehen genießt, der von der Stadt, der Universität und vielen Sponsoren unterstützt wird. Ihnen allen sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt. Ohne ihre Unterstützung könnten wir unsere Arbeit nicht aufrechterhalten.

Dann kam Corona und machte alle Pläne zunichte. Unser Jubiläum musste verschoben werden, vor allem aber mussten wir unsere Arbeit den geltenden Bestimmungen anpassen. Mit sehr viel Energie haben wir attraktive mediale Angebote entwickelt. Erreicht haben wir die Kinder nur partiell, viele von ihnen gar nicht. Gerade die Kinder und Jugendlichen, die zu TABULA kommen, sind medial nicht gut aufgestellt und der lebendige Austausch und das gemeinsame Erlebnis mit ihnen ist immens wichtig.

Wir haben den Anspruch mit den Kindern in Verbindung zu bleiben nicht aufgegeben, sondern mit allen Mitteln flexibel einzulösen versucht. Es mag fast wie ein Wunder klingen, dass – trotz aller Einschränkungen – in den Sommer- und Herbstferien insgesamt 200 Kinder und Jugendliche „live“ an Ferienschulen teilnehmen konnten. Auch die Nachmittagsgruppen gingen und gehen weiter: mit Telefon- und Mailkontakten, mit Video-Gesprächen und „live“-Treffen in kleinen Gruppen. Aus zwei Theaterprojekten – „Peter Pan“ und „Ronja Räubertochter – wurden Filmprojekte. Dies alles ist der unermüdlichen Arbeit der an den Projekten Beteiligten und dem Team zu verdanken.

Eine große Herausforderung ist diese Zeit vor allem für die Ehrenamtlichen, die an die Schulen gehen und aus unterschied-lichsten Gründen nicht alle vor Ort tätig sein können. Wir hoffen, dass das nächste Jahr unter besseren Vorzeichen steht und wir nach und nach zur Normalität zurückkehren können.

In diesen schwierigen Zeiten ist es immens wichtig für uns, so viele verlässliche Personen an der Seite zu haben. Wir möchten uns deshalb bei allen Bildungspaten*innen sehr herzlich für ihre Arbeit und ihre Unterstützung bedanken.

Im Namen des Vorstands und des Teams wünsche ich allen ein Weihnachten im Sinne der ursprünglichen Bedeutung dieses Fests: Licht in einer dunklen Zeit, Gemeinschaft, Hoffnung auf ein friedliches und gutes Leben.

Mit herzlichen Grüßen

Annemarie von der Groeben